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Eisaew lässt die Bretter beben

Bezirksmeisterschaften: BC Gütersloh sichert sich drei Titel - Bambor verlässt die Kraft

Bielefeld/Gütersloh (WB). Ein Quintett des Boxclubs Gütersloh hat die Bezirksmeisterschaften in Bielefeld aufgemischt und drei Titel gewonnen. Zwei »alte Box-Hasen« lassen die Halle beben. Doch BC-Kämpfer Juldas Eisaew lässt seinem Gegenüber keine Chance. Spektakulärer Kampf: Juldas Eisaew (links) attackiert den überforderten Bora Karasu derart überraschend, dass der Gütersloher mit großem Punktevorsprung gewinnt. Fotos (3): Peter UngerGrigor Ter Nersisjan ist seinem Gegner physisch klar überlegen.Der Schlag sitzt: Joschka Bambor (rechts) hielt in den ersten zwei Runden gut mit, dann verließ ihn die Kondition.
Die Gütersloher traten bei den Meisterschaften der Bezirke Detmold und Münster in ungewohnt starker Besetzung an: Fünf Boxer stiegen bei den Finalkämpfen in den Ring - so viele wie lange nicht mehr. Eins war allerdings von vornherein klar: Mehr als vier Siege waren für die BC-Athleten nicht möglich. Denn in der Juniorenklasse bis 57 kg mussten mit Josef Coskunoglu und Kai Rempel zwei Vereinskameraden gegeneinander antreten. Obwohl beide ein Altersunterschied von einem Jahr trennt, starteten sie in derselben Altersklasse.
Josef und Kai kennen sich bereits seit vielen Jahren als Sparringspartner. Dementsprechend groß war die Anspannung und ebenso nervös fiel die erste Runde aus, die insgesamt sehr ausgeglichen blieb. Ab Runde zwei dominierte dann Coskunoglu mit genaueren Aktionen und erarbeitete sich so einen leichten Vorsprung. Ähnlich verlief die letzte Runde, so dass sich der ältere Gütersloher über den Sieg freuen durfte. Dennoch überzeugte Rempel durch seine Beherztheit und seinen Ehrgeiz - nicht nur im Halbfinale.
In der Gewichtsklasse bis 64 kg der Männer traf Grigor Ter Nersisjan auf Benedikt Colomo aus Recklinghausen, einen erfahrenen und überraschend austrainierten Gegner aus dem Bezirk Münster. Zwar ließ der Gütersloher keinen Zweifel an seiner physischen Überlegenheit und bestimmte das Gefecht nach freiem Belieben, schaffte es aber nicht, einige clevere Konter Colomos erfolgreich abzuwehren und kassierte so durchaus den einen und anderen vermeidbaren Treffer. Dennoch fiel das Urteil der Kampfrichter einstimmig zugunsten des BC-Boxers.
Der spektakulärste Kampf des Abends war wohl die Begegnung zwischen Juldas Eisaew aus Gütersloh und Bora Karasu aus Herford. Beide sind erfahrene »alte Hasen« im Boxgeschäft und trafen erstmals in der Klasse bis 69 kg aufeinander. Bereits in der ersten Runde brachte der Gütersloher die Halle zum Beben. Mit der Schlaghand attackierte er den Herforder derart überraschend und überfallartig, dass dieser gelegentlich die Orientierung zu verlieren schien und Probleme hatte, den äußerst agilen Eisaew im Ring auszumachen. Durch geschickte zweite und dritte Angriffe erarbeitete sich der 24-Jährige einen phänomenalen Punktevorsprung.
Dies hielt Eisaew aber nicht davon ab, in Runde drei das Tempo zu erhöhen, um das Gefecht auch noch vorzeitig zu gewinnen. Nach zwei Wirkungstreffern zählten die Ringrichter Karasu an, der sich in letzter Sekunde durch den Schlussgong retten konnte.
Der Schlusskampf des Abends war das Schwergewichtsgefecht zwischen Joschka Bambor und Levon Hakobian aus Bielefeld. Bambor hatte zuvor sechs Wochen mit einem Infekt zu kämpfen, der ihn im Training zurückgeworfen hatte. Bei gerade mal zwei Wochen intensiver Vorbereitung war der 28-Jährige in den ersten beiden Runden der deutlich aktivere Kämpfer. Er traf mit der Schlaghand immer wieder klar die linke Schläfe des Bielefelders, der jedoch Nehmerqualitäten zeigte. Mit einer knappen Führung ging Bambor in die letzte Pause.
In der dritten Runde forderte dann die krankheitsbedingte Auszeit ihren Tribut: Bambors Kraft und Kondition wichen. Dies baute Hakobian auf, der nun seine Chance für eine Wende witterte - und nutzte. Im Ergebnis entschieden die Kampfrichter mit 1:2-Punkten gegen Bambor, der damit nach zwölf Kämpfen seine erste Niederlage einstecken musste. Der Revanchekampf ist für die Westfalenmeisterschaft in wenigen Wochen angekündigt. Daran nehmen auch die Bezirksmeister Arsenov, Coskunoglu, Ter Nersisjan und Eisaew teil und wollen sich für die NRW-Meisterschaften qualifizieren.

Artikel vom 23.02.2012

 
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