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Geschichte des Box-Club Gütersloh
von Heinz Ortjohann und Klaus Kosfeld


Als am 13. September 1968 in der Sporthalle an der Wiesenstraße vor fast 800 Zuschauern der Vergleichskampf zwischen den beiden damals größten westfälischen Boxbezirken Ostwestfalen-Lippe und Hellweg-Emscher stattfand, ahnte wohl niemand von den Gütersloher Boxsport-Freunden, dass noch volle 10 Jahre verstreichen sollten bis eine Veranstaltung ähnlichen Ranges wieder einmal verwirklicht werden konnte. Drei Jahre nach Auflösung der brillanten SVA-Kampfstaffeln hatte das Städtische Sport- und Jugendamt die Initiative ergriffen, um die heimischen Sportvereine zur Wiederaufnahme einer Sportart zu bewegen, die jahrelang in Gütersloh an der Spitze der Beliebtheitsskala rangierte. Ein Wiedersehen gab es damals auch mit einigen gefeierten Gütersloher Lokalmatadoren wie Hubert Schlieckmann, Helmut Kienitz, Norbert Thomalla und Peter Rottmann.

Erst am Freitagabend, dem 06. Oktober 1978, kletterten wieder an gleicher Stelle Westfalens Spitzenboxer zur Zwischenrunde der Westfälischen Amateur-Boxmeisterschaften 1978 durch die Seile. Voraussetzung dieses Neubeginns war die verdienstvolle Gründung einer Boxabteilung durch den alteingesessenen KSV 02 Gütersloh e.V. am 15. März desselben Jahres. Geistiger Urheber dieser Neugründung war der Gütersloher Heinz Ortjohann. Am 04. April 1978 trainierte zum ersten Mal wieder eine neue Boxgeneration in der Turnhalle der Overberg-Schule - der letzten Trainingsstätte der SVA-Boxer. Bei der neuen Boxabteilung schätzte man sich glücklich, in Günther Döring, Bielefeld, einen Trainer gefunden zu haben, der in über 150 meist erfolgreichen Kämpfen - davon wurden 46 Gefechte für Victoria Dortmund in der Bundesliga bestritten - ein hohes Maß an Kampf- und Trainingserfahrung gesammelt hatte, von der die neuen Gütersloher Boxer bestens profitieren sollten. Ihm zur Seite stand Peter Rottmann, einer der "Jüngsten" der "alten" SVA - Garde, mehrfacher Westfalenmeister und Deutscher Junioren -Vizemeister.


BCG Mannschaft 1984/85: v. l. Ehrenmitglied Heinrich Zey, Co-Trainer Hüseyin Hüner,
Kämpfer Jan Pieczynsky, Erkan Kalayci, Saban Kalayci, Konstantin Romantschuk , Rudi
Hellmann, Andreas Mai, Stefan Ortjohann, Holger Zander, Trainer Günther Döring.


Schon am 27. April 1979 folgte die zweite Großveranstaltung in Gütersloh: der Vergleich der Boxverbände Westfalen und Rheinland. Die ersten Einsätze Gütersloher Boxer folgten am 27. Mai 1979 im Rahmen eines Clubkampfes BSK 27 Ahlen -  Kassel-Bettenhausen, bei dem Peter Chartschenko den zweifachen Hessenmeister zur Aufgabe zwang. Bei den Meisterschaften des damaligen Bezirkes Ostwestfalen-Lippe im September 1979 belegte die neue Boxabteilung den dritten Platz. "Der Anfang ist gemacht", stellte Vereinstrainer Günther Döring am 16. März 1979 fest, als in der Turnhalle Wiesenstraße der erste Clubkampf gegen den BSV Dinslaken vor knapp 450 Zuschauern stattfand.

Rudi Hellmann, Senioren-Weltergewicht, wurde von der heimischen Presse als erster Gütersloher Lokalmatador gefeiert. Wenngleich die Gäste mit einem 11 : 7 Sieg abreisten, war doch der Grundstein für ein umfangreiches Clubkampfprogramm gelegt. Nur ein Jahr später, am 26. April 1980, folgte der Vergleich mit der zweiten Garnitur des renommierten Bayer-Leverkusen. In zwölf packenden Kämpfen konnten die Gütersloher ihr gesteigertes Können unter Beweis stellen; herausragend wieder Rudi Hellmann.

Mit insgesamt acht Vergleichskämpfen im Jahre 1980 darunter auch beim VfB Coburg, BC Espelkamp und SV Menden war die Gütersloher Boxabteilung aktivster Verein im Bereich des Westfälischen Amateur-Box-Verbandes e.V. und wurde für diese Leistung mit der Verbands-Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Am 25. Februar 1982 trennte sich die Boxabteilung in freundschaftlichem Verhältnis vom KSV 02 Gütersloh e.V., um als eigenständiger Verein unter dem Namen "Boxclub Gütersloh e.V." die Aktivitäten fortzusetzen. Heinz Ortjohann, Horst Mennig, Sigrid und Günther Döring, Klaus Kosfeld, Gerald Möller und Detlef Borowi gehörten dem ersten Vereinsvorstand an. Heinrich Zey, Gütersloher Boxpionier und langjähriger Trainer sowie "Motor" der SVA-Staffel, wurde erstes Ehrenmitglid des neuen Vereins.

Im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung mit jungen Sportlern aus der englischen Partnerstadt Broxtowe fand gleich am 16. April 1982 in Gütersloh ein Vergleichskampf statt, der mit dem Ergebnis 16 : 2 hoch gewonnen wurde. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurde Trainer Günther Döring mit der Goldenen und der 1. Vorsitzender Heinz Ortjohann mit der Silbernen Ehrennadel des Westfälischen Amateur-Box-Verbandes ausgezeichnet.

Die Reihe der Turniere, Meisterschaften und Vergleichskämpfe wurde eifrig fortgesetzt: Berlin, München, Hannover, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Warstade, Haselüne, Düren, Immenstadt, Wangen und Obermaiselstein, Tiengen und Waldshut und schließlich Chur in der Schweiz waren Stationen unvergesslicher sportfreundlicher Begegnungen.

In allen sportlichen Wettkämpfen kristallisierten sich immer mehr Gütersloher Kämpfer wie besonders Ralf Hornberg, Rudi Hellmann, Peter Chartschenko, Ayettin Kilic, Andreas Mai und Stefan Ortjohann heraus, die dank der brillanten Schulung Günther Dörings einen taktisch sauberen Stil zeigten und mit beherzten Elan ihre Kämpfe bestritten.




 
Wesfalen-Meister 1985 v. l. Andeas Mai,
Stefan Ortjohann, Mohamed Ghneim und
Trainer Günther Döring
Westfalen-Meister 1984 Ralf Hornberg
mit Günther Döring

Schon in seinem 14. Kampf zwang Ralf Hornberg, mehrfacher Bezirksmeister, anlässlich der Endrunde zu den Bezirksmeisterschaften "Ruhr-Ems" am 12. März 1983 den mit 80 Kämpfen übervorteilten Arnsberger Bundesligaboxer Fuchs bereits in der ersten Runde zur Aufgabe. Der 13. Oktober 1984 war absoluter Höhepunkt seiner Kämpfer-Laufbahn. In der Endrunde der Westfalen-Meisterschaften in Recklinghausen gewann Ralf Hornberg im Senioren - Halbschwergewicht gegen den starken Mendener Kotzke nach Punkten und wurde Westfalen meister. Rudi Hellmann, gleichfalls mehrfacher Bezirksmeister im Weltergewicht, errang bei einem einwöchigen Bundeswehr-Turnier in Würzburg (Mai 1984) die Silbermedaille. Im Endkampf um die Westfalen-Meisterschaften 1983 unterlag er in seinem 20. Kampf nur knapp dem mehrfachen Dortmunder Westfalenmeister Solimeo und wurde somit Westfalen-Vizemeister. Nur eine Woche zuvor hatte er den Bundesligaboxer Mattukat imponierend bezwungen. Stefan Ortjohann, wiederum mehrfacher Bezirksmeister, Junioren - Westfalenmeister, zweifacher Senioren – Westfalen-Vizemeister sowie Andreas Mai, Junioren – Westfalen-Vizemeister und Westdeutscher Junioren-Vizemeister waren über ihre regionalen Einsätze hinaus wertvolle Stützen in der zweiten Bundesliga des BC Dortmund.

Schöne und traumhafte Erlebnisse waren immer die vom BC Gütersloh organisierten Busreisen nach Süddeutschland, wo in den Festzelten meistens vor großer Zuschauerkulisse geboxt wurde. Viele Athleten aus anderen Vereinen boten sich an, auf diesen Fahrten für den BCG zu boxen. Aber nicht nur Aktive, sondern auch Schlachtenbummler meldeten sich, um diese Fahrten mitzumachen, denn es waren nicht nur Boxen, sondern auch kulturelle Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten usw. angesagt, sodass die Busse immer ausgebucht waren. Die Vereine aus Bayern und Baden wussten genau, dass die Gütersloher immer mit den zugesagten Kämpfern anreisten, die sie versprochen hatten, so dass wir immer gern gesehene Gäste waren.

Wie bei den meisten Vereinen, so stagnierte Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre auch in Gütersloh der Boxsport, sodass bisherige Leistungsträger berufsbedingt oder durch Studium die Boxhandschuhe an den berühmten Nagel hängten, wodurch ein Neubeginn angesagt war. Dieses wurde erst wieder besser als die Grenzen 1989 zum Osten geöffnet wurden.

Durch eine kurzfristige Absage des Hamburger Amateur-Box-Verbandes wurde uns 1991 vom DABV die Deutsche Jugendmeisterschaft zur Ausrichtung angeboten. Mitten in unseren Vorbereitungen meldete sich in letzter Minute mit Cottbus ein zweiter Verein, der diese Meisterschaft auch veranstalten wollte. Es kam beim DABV zur Abstimmung, wobei der BC Gütersloh das Nachsehen hatte. Durch die Abstimmungsniederlage profitierte der Verein insofern, dass mit Hilfe von Sponsoren, der Stadt Gütersloh und des Landessportbundes ein geeigneter Boxring angeschafft werden konnte.

In dieser Zeit trat unser bisheriger Trainer Günther Döring verletzungsbedingt vom aktiven Trainingsbetrieb zurück und überließ den Sportkameraden Rudi Hellmann und Detlef Berning das sportliche Geschehen in der Trainingshalle, wobei aber gesagt werden muss, dass Günther, wenn er gebraucht wurde, sich als Trainer zur Verfugung stellte. Mit Dr. Horst-Peter Strickrodt stieß 1991 ein weiterer Trainer zum BC Gütersloh, sodass die Trainerarbeit optimal fortgeführt werden konnte.

Im Jahr 1994 bewarb sich der BC Gütersloh über den WABV beim DABV um die Ausrichtung der Internationalen-Deutschen-Junioren Meisterschaft und bekam für 1995 den Zuschlag. Mit Unterstützung der Stadt Gütersloh, dem Kreissportbund Gütersloh, dem Stadtsportverband Gütersloh und Sponsoren aus der Region Gütersloh und Verl wurde diese Meisterschaft zu einem vollen Erfolg, wobei Jahre danach noch von vielen auswärtigen Sportfreunden die Betriebsbesichtigung der Fa. Bertelsmann/VVA in Erinnerung geblieben ist. Hierfür möchte der BC Gütersloh noch einmal bei allen recht herzlich Danke sagen. Vergessen darf man auch nicht die Bereitschaft und Hilfe des Hotels Klosterpforte, sowie dem Inhaber Reinhold Frie, der es ermöglichte, über 200 Athleten und Funktionäre unterzubringen und zu beherbergen. Auch hierfür möchte sich der BC Gütersloh nochmals bedanken.

1996 trat der bisherige 1. Vorsitzende Heinz Ortjohann aus gesundheitlichen Gründen zurück, stellte sich aber weiter für das Amt des Kassierers zur Verfugung. Sein Nachfolger wurde Klaus Kosfeld, der bisher das Amt des Sportwartes inne hatte und dies in Doppelfunktion weiter führte. Martin Rövekamp wurde im gleichen Jahr zum 2. Vorsitzenden gewählt.

Von 1996 bis 2001 konnten außer der Westdeutschen Jugend-Meisterschaft am 15. und 16.03.1997 und der Westdeutschen Junioren-Meisterschaft am 21. und 22.03.1999 nur zwei Westfalen Jugend/Junioren-Meisterschaften, sowie einige Bezirksmeisterschaftsvor-und endrunden und einige Bezirksturniere veranstaltet werden.

Alexander Herber vom BCG hatte sich 1997 auf Westdeutscher Ebene für die Internationale Deutsche- Junioren-Meisterschaft qualifiziert.  Die Auslosung  brachte  ihm  kein  Glück,  denn  er  traf hier im ersten Kampf auf den  amtierenden Europameister  Hamisi Durst und stand somit auf verlorenen Posten.

Bei der Mitgliederversammlung am 23.03.2000  stellte sich  Heinz Ortjohann nicht mehr zur Wahl.  Mit dem Sportkameraden  Ortulf Naroska wurde ein von berufswegen befähigter Nachfolger als Kassierer gefunden und gewählt.

Im Jahr 2001 wurde von den Sportkameraden Klaus Kosfeld und Rudi Hellmann die Tae-Bo Abteilung ins Leben gerufen und vom Verein BC Gütersloh fest installiert.

Im Jahr 2002 erwarben mit Jörg Sonnenberg und Jura Merjasov, zwei Sportkameraden des BCG, die Trainerlizenz und wurden freudig von ihren Trainerkollegen begrüßt. Im März 2002 stieß mit Paul Hipperson ein aktiver und gut ausgebildeter Kämpfer im Schwergewicht zum BC Gütersloh. Paul war Captain bei der Britischen Air Force und nahm zweimal erfolgreich an den Westdeutschen Meisterschaften teil. Paul steht immer noch - trotz Versetzung nach England - mit dem Box-Club Gütersloh in Verbindung und telefoniert regelmäßig mit den Trainern Berning und Strickrodt.

Der Kämpfer Hüseyin Polat wurde auf Grund seiner guten Leistungen und seinen 2. Platz bei der Westdeutschen Meisterschaft zu der Internationalen Deutschen Meisterschaft 2003 nach Kassel eingeladen. H. Polat konnte sich bei dieser Meisterschaft nicht platzieren.

Das die hervorragende Trainerarbeit der Sportkameraden Detlef Berning, Dr. Horst-Peter Strickrodt, Jörg Sonnenberg, Jura Merjasov und neuerdings auch Felix Oberröhrmann Früchte getragen haben, sieht man daran, das im Jahr 2005 sechs Bezirks- und mit Aaron Strickrodt und Juldas Eisaew zwei Westdeutschen Meisterschaften für den BC Gütersloh gewonnen werden konnten. Beide Sportkameraden wurden für ihre Leistungen bei der Sportlerehrung 2005/2006 mit der silbernen Sport-Ehrenplakette der Stadt Gütersloh ausgezeichnet. Juldas Eisaew war als Westdeutscher Kadetten-Meister in der 60,0 kg Klasse für die Deutsche Kadetten-Meisterschaften in Berlin qualifiziert, wo er die Vorrunde nicht überstehen konnte.

2006 konnte mit Aaron Strickrodt die Schüler-Westfalenmeisterschaft in der 32,0 kg Klasse und mit Sergej Wornard die Westdeutsche Junioren-Meisterschaft in der 64,0 kg Klasse nach Gütersloh geholt werden, wobei Sergej Wornard sich für die Deutsche Junioren-Meisterschaft in Magdeburg qualifiziert hatte. Bei dieser Deutschen Junioren-Meisterschaft schied Sergej Wornard gegen den Lokalmatador, Favoriten und späteren Deutschen Meister Steven Schwan in der Vorrunde aus.

Fast alle Pläne für Anfang 2007 mussten über den Haufen geworfen werden. Das Ende des Jahres 2006 war für unsere Aktiven, Trainer und auch für den Verein keine angenehme Sache. Unsere Sporthalle war wegen dringender Reparaturarbeiten von November 2006 bis Januar 2007 gesperrt, sodass unser Trainingsbetrieb bis fast auf Null zurück gefahren werden musste. Dies machte sich dann auch sofort bei der Bezirksmeisterschaft Detmold/Münster im Februar 2007 bemerkbar, wo kein Meistertitel durch unsere Athleten erkämpft werden konnte. Der Trainingsrückstand war in dieser kurzen Zeit nicht mehr aufzuholen.

Anfang 2006 startete der BC Gütersloh noch mit sechs Bezirksmeistern in die Saison, sodass die weiterführenden Westfalen- und Westdeutschen Meisterschaften mit Gütersloher Kämpfern besetzt waren. Einzig und allein konnte sich nur unser jüngster Athlet Aaron Strickrodt für die Westdeutsche Meisterschaft am 12.+ 13. Mai 2007 in Bad-Lippspringe qualifizieren.

Bei dieser Meisterschaft wurden wir wieder einmal bitter enttäuscht. Beide gemeldeten Kämpfer traten nicht an, sodass der Meistertitel in dieser Klasse nicht ausgeboxt werden konnte. Aaron Strickrodt hatte sich zwar für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, aber auf Kosten der Kampferfahrung, die man nur in Wettkämpfen bekommen kann.

Umso großartiger war das Auftreten von Aaron bei der Deutschen Jugendmeisterschaft vom 07.06. bis 10.06.2007 in Lindow im LV Brandenburg. Ohne die Leistungen seiner Gegner in der Vorrunde (25 : 14 Punkte) und Halbfinale (29 : 20 Punkte) zu schmälern, konnte Aaron diese Kämpfe souverän für sich entscheiden. Im Finale traf Aaron auf den Favoriten Timur Muradow aus Berlin, den er nach ausgeglichenen Kampf mit  34 : 31 Punkten  knapp aber verdient besiegen konnte.

Dieser Meistertitel im Jubiläumsjahr zeigt, dass die Jugendarbeit beim BC Gütersloh großgeschrieben wird und somit die sportlichen Tätigkeiten unserer Trainer auf dem richtigen Weg zum Erfolg sind.

Der Lohn für diese Leistung und den Meistertitel war eine Einladung zur Jugend-Europameisterschaft vom 30.08. bis 08.09.2007 nach England.

Leider blieb es nur bei der Teilnahme in Portsmouth / England. Als 36 kg Mann musste Aaron in die 38,5 kg Klasse aufsteigen und (38,5 kg ist international bei der Jugend die niedrigste Gewichtsklasse) somit 2,5 kg anfuttern, was sich natürlich in der Körpergröße und Reichweite der Arme bemerkbar machte. Außerdem bekam er im ersten Kampf mit dem Armenier Madatyaci, den späteren Vizemeister und einen der Favoriten vor die Fäuste, der zudem auch noch 1 Jahr älter war und 72 Kämpfe im Start-Ausweis stehen hatte.  Nach einem beherzten und guten Kampf musste Aaron in eine Punktniederlage einwilligen, wobei die internationale Erfahrung aber für diesen 13-jährigen von großer Wichtigkeit sein wird.


Deutscher Meister 2007 Aaron Strickrodt  (2. v. links)

Unser Jubiläumsturnier am 02.06. und 03.06.2007 zum 25-jährigen Bestehen des BC Gütersloh in der Sporthalle Reinhard-Mohn-Berufskolleg an der Wiesenstrasse darf  trotz Ausbleiben der Zuschauer sportlich und organisatorisch als Erfolg gewertet werden. Sechzehn Mitglieder, darunter sieben Gründungsmitglieder, wurden mit der Ehrenurkunde "25 Jahre BC Gütersloh" ausgezeichnet. Der Box-Club Gütersloh möchte sich auf diesem Wege bei den Verantwortlichen der Landesverbände Mittelrhein, Hessen, Sachsen-Anhalt und den Vereinen des Westfälischen  Amateur-Box-Verbandes, BC Minden, BC Vorw. Bielefeld, BC Espelkamp, TV Jahn Bad-Lippspringe, VfB Hüls, Heros Lengerich, Telekom Post Münster, BSK Dortmund und BSV Herford für ihre sportliche Unterstützung herzlich bedanken. Unser Dank gilt auch der Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh, dem Landrat des Kreises Gütersloh, dem Vertreter des Kreissportbundes Gütersloh und dem Präsidenten des Westfälischen ABV, die durch ihre Anwesenheit und Grußworte dieser Veranstaltung einen würdigen Rahmen gaben. Wir möchten keinesfalls vergessen, uns bei den Sponsoren für ihre Spenden, die zum Gelingen des Turniers beigetragen haben, sowie bei den Helfern, die nicht dem BC Gütersloh angehören, aber selbstlos geholfen haben, zu bedanken.

Am 19. August 2008 wurde unser 1. Vorsitzender  Klaus Kosfeld für seine hervorragende und langjährige Mitarbeit an den Aufgaben und Zielen des Deutschen Box-Sports mit der Goldenen Verdienstnadel des Deutschen Boxsport-Verbandes ausgezeichnet.

Im Jahr 2008 konnten mit Thomas Lehmann bei den Kadetten und Junus Arsenov bei den Junioren zwei Titel bei den Westfalenmeisterschaften errungen werden. Der Zuwachs junger Athletinnen und Athleten in 2008/2009 lässt für den Verein und bei den Trainern Einiges erhoffen, denn schon jetzt kristallisieren sich einige Talente heraus. Diese Mädchen und Jungen im Schüler/Kadettenbereich werden bei den Pokalturnieren an den Boxsport herangeführt und müssen sich gegen gleichaltrige und gleichschwere Gegner aus anderen Vereinen behaupten, wobei auch bei den Kampfzahlen kein großer Unterschied sein darf.


Aaron Strickrodt mit seinem Vater und
Trainer Dr. Horst-Peter Strickrodt

Junus Arsenov konnte in 2009 seinen Titel als Westfalenmeister wiederholen und qualifizierte sich durch den Titel Westdeutscher-Meister für die Internationale Deutsche Meisterschaft, wobei sein Freund und Vereinskamerad Dogan-Ali Yilmaz sich trotz hervorragender Kämpfe bei dieser Westdeutschen-Meisterschaft nicht qualifizieren konnte. Der Kommentar eines hochrangigen DBV Funktionärs,  "boxerisch sehr gut ausgebildete Athleten", was ein dickes Kompliment an die gute und hervorragende Trainerarbeit beim Box-Club Gütersloh bedeutet.

Noch im Jahr 2009 bestanden mit Holger Zander und Dogan-Ali Yilmaz zwei weitere Sportkameraden die C-Trainer Prüfung. Holger Zander, gleichzeitig auch Kassierer des BC Gütersloh, konnte sich aus familiären Gründen noch nicht als Trainer einbringen, wogegen Dogan-Ali Yilmaz gleich voll in den Trainingsbetrieb mit einbezogen wurde.

Im Jahr 2010 kam dann der vorgesehene Umbruch in der Vereinsführung. Bei der Jahreshauptversammlung am 28.04.2010 trat der langjährige 1. Vorsitzende Klaus Kosfeld nicht mehr zur Wahl an. Kosfeld war vorher seit der Gründung des BC Gütersloh am 25.02.1982  Sportwart dieses Vereins und löste 1996 den Sportfreund. Heinz Ortjohann als 1. Vorsitzenden ab. K.  Kosfeld wurde anschließend zum Ehrenvorsitzenden vorgeschlagen und gewählt. Als letzte Amtshandlung nahm Klaus Kosfeld die Ehrung der beiden Sportkameraden Detlef Berning und Martin Rövekamp für ihre 25-jährige Treue zum  BC Gütersloh mit der Überreichung einer Urkunde vor.

Mit Dr. Horst-Peter Strickrodt wurde ein würdiger Nachfolger als 1. Vorsitzender gefunden. Der weitere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 2. Vorsitzender und Geschäftsführer wurde  Detlef Berning, Kassenwart wurde Holger Zander, Sport-und Jugendwart wurde   Felix Oberröhrmann. Das Amt des Pressewartes wurde von  Dr. Horst-Peter Strickrodt mit übernommen, Sozial-und Gerätewart wurde  Dogan-Ali Yilmaz.

2013 schied Detlef Berning aus dem Vorstand aus. Seit dem führte Holger Zander die Geschäfte des Vereins als Geschäftsführer. 2. Vorsitzender ist seitdem Karl-Heinz Lemke.

Seit 2009 etablierte der BCG eine Kindersportgruppe, ab 2011 eine Ü-40-Trainingsgruppe und ab 2012 eine Woman-Boxing-Workout-Gruppe ausschließlich für Mädchen und Frauen, die von der Trainerin Ilona Cwielong geleitet wird.

Im Jahre 2013 wurde der Boxclub Gütersloh für seine ausgezeichnete Vereinsarbeit, Jugend- und Integrationsbemühungen sowie seine familienfreundlichen Trainingskonzepte mit dem "Stern des Sports" des DOSB ausgezeichnet.


 

Im Jahre 2013 zeigte die Jugendarbeit des Vereins auch seine Wirkung und die Schüler Henry Günter sowie Justin Bender wurde NRW-Meister.

Justin Bender gelang es in der Folgezeit von 2013 bis 2017 5mal in Folge NRW-Meister zu werden. Damit galt er als eine der erfolgreichsten Athleten in seiner Gewichtsklasse in Nordrhein-Westfalen. 

Gleichzeitig gewann er 2x Bronze bei Deutschen Meisterschaften!


Erfolgreichster Athlet des Vereins und Medaillengarant ist und bleibt jedoch Henry Günter.

Er gewann mehrfach den NRW-Titel und holte bei Deutschen Meisterschaften folgende Titel:

2014 - Silbermedaille

2015 - Goldmedaille

2016 - Goldmedaille

2017 - Bronzemedaille

2018 - Bronzemedaille.

Er gewann darüber hinaus mehrfach Internationale Turniere, so das Sven Lange-Turnier in Schwerin, das Gedächtnisturnier auf der Insel Krim und das Traditionsturnier Roßweins.


Weitere Medaillen bei Deutschen Meisterschaften folgten durch Riccardo Ritiro - 1x Silber, 1x Bronze!

Auch Michael Sabelfeld überzeugte als später Einsteiger bei Deutschen Meisterschaften und konnte für den BC eine Silbermedaille gewinnen.


Weitere große Turniererfolge erreichte der Verein:

Erfolgreichster Verein des Halleschen Turniers 2016

Erfolgreichster Verein des Roßweiner Turniers 2016.

2018 veranstaltete der Boxclub Gütersloh als einer der ersten Vereine Deutschlands eine große Boxgala mit Amateuren und Profis gemeinsam mit der AGON Sports & Event GmbH & Co KG aus Berlin und füllte die Stadthalle bis auf den letzten Platz. Die Boxveranstaltung wurde live bei Sky Sports im Fernsehen übertragen. Henry Günter siegte auch bei diesem Event und überzeugte erneut mit einer tollen Leistung.


Die Geschichte unseres Vereins - hier kurz umrissen - ist auch eng verbunden mit einem "Mann der ersten Stunde", einem immer hilfsbereiten, geduldigen Freund und Förderer, unserem hochgeschätzten Vereinsarzt Dr. med. Dietmar Hotop, dem wir zu einem besonders herzlichen "Dankeschön" für die Mühen und Opfer der zurückliegenden Jahre gern verpflichtet sind.



 
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